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Zehnstündiger Warnstreik beim Fruchtverarbeiter Mühlhäuser

Am Freitag den 20.11.2020 hat die NGG zum erneuten Warnstreik beim Fruchtverarbeiter Mühlhäuser in Mönchengladbach aufgerufen. Damit wollen die Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, in den laufenden Tarifverhandlungen endlich ein vernünftiges Angebot vorzulegen. Die Arbeitgeber hatten erst in der vierten Verhandlung ein Ergebnis vorgelegt. Die NGG wies dieses als unzureichend ab.

Faktencheck: Werkverträge und Leiharbeit in der Fleischindustrie

Die Fleischindustrie wird aus Deutschland abwandern? Die Beschäftigten wollen gar nicht fest angestellt werden, sondern flexibel arbeiten und schnell Geld verdienen? Und überhaupt ist der Verbraucher Schuld an den schlechten Arbeitsbedingungen, weil er billiges Fleisch kaufen will? Zehn Argumente der Arbeitgeber gegen ein Verbot von Leiharbeit und Werkverträgen in der Fleischwirtschaft auf dem Prüfstand.

Private Energiewirtschaft: ver.di startet Tarifrunden

ver.di startet für die insgesamt rund 90.000 Beschäftigten in der privaten Energiewirtschaft in die Tarifrunden. Die Tarifkommission fordert unter anderem 5,5 Prozent mehr Gehalt und 175 Euro für Azubis sowie wie eine Vorteilsregelung für Gewerkschaftsmitglieder bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Tarifverhandlungen starten am 16. Dezember 2020.

?Armut gefährdet den gesellschaftlichen Frieden?

13,2 Millionen Menschen in Deutschland sind arm. Das geht aus dem heute veröffentlichten Armutsbericht 2020 hervor. Besonders bedrückend ist, dass jeder Dritte von ihnen einer Erwerbsarbeit nachgeht. Das ist ein Skandal.

Corona: Diese Hilfen gibt es für Unternehmen

In der Corona-Krise geht es darum, Unternehmen und damit Arbeitsplätze zu sichern. Der Bund und die Länder haben dazu verschiedene Hilfsmaßnahmen aufgelegt wir haben eine Übersicht zusammengestellt.

Hörseltalbahn: Tarifabschluss erzielt

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage der Hörseltalbahn GmbH hat die EVG einen guten Tarifabschluss ausgehandelt. Für die Monate August bis Dezember 2020 bekommen die Beschäftigten eine Corona-Beihilfe von 400 Euro. Ab dem 1. März 2021 steigen die Einkommen um 1,8 Prozent. Der Tarifvertrag tritt rückwirkend zum 1. August 2020 in Kraft und hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2022.

Multinationale Konzerne gerecht besteuern!

Bisher können multinationale Konzerne unterschiedliche nationale Gesetze ausnutzen und so ihre Steuerlast verringern. Damit soll nun Schluss sein. Mit Einführung einer globalen Mindeststeuer sollen Steueroasen ausgetrocknet und Konzerne stärker in die Zahlungspflicht genommen werden.

Die Macht der Fleischbarone

Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger von Tönnies & Co. gelandet: Das gilt für die CDU beim Arbeitsschutzgesetz. Trotz vollmundiger Versprechen, wirksam gegen die unhaltbaren Zustände in der Fleischindustrie vorzugehen, mag die CDU nicht liefern - und weitet damit das Risiko auf dem Rücken der Beschäftigten aus.

Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2020: Forderungen beschlossen!

Nach dem der IG Metall-Vorstand letzte Woche seine Empfehlungen für die anstehenden Tarifverhandlungen ausgegeben hatte, hat nun die Tarifkommission die Tarifforderungen beschlossen: Beschäftigung sichern, Zukunft gestalten sowie Einkommenssteigerungen um bis zu vier Prozent. Die Verhandlungen zwischen IG Metall und Arbeitgebern starten Mitte Dezember.

Tarifrunde Volkswagen 2021: IG Metall hat Forderungen aufgestellt

Die IG Metall hat ihre Forderungen für die Verhandlungen für einen neuen Haustarifvertrag bei VW aufgestellt. Sie fordert vier Prozent mehr Geld. Zusätzlich sollen IG Metall-Mitglieder mehr Möglichkeiten erhalten, ihre tarifliche Zusatzvergütung (T-ZUV) in freie Tage umzuwandeln sowie 1400 festgeschriebene Ausbildungsplätze.

DGB-Pressemitteilungen

?Armut gefährdet den gesellschaftlichen Frieden?

13,2 Millionen Menschen in Deutschland sind arm. Das geht aus dem heute veröffentlichten Armutsbericht 2020 hervor. Besonders bedrückend ist, dass jeder Dritte von ihnen einer Erwerbsarbeit nachgeht. Das ist ein Skandal.

Beschäftigungssicherungsgesetz ? Sicherheit und Orientierung in Krisenzeiten

Der Bundestag will am Freitag die aktuellen Regeln für das Kurzarbeitergeld (KUG) gesetzlich verlängern, also die erleichterten Bedingungen für den Bezug, die Bezugsdauer und die Aufstockung auf bis zu 87 Prozent. Der DGB begrüßt das Vorhaben. Damit bleiben die Betriebe flexibel und können trotz der schwierigen Zeiten Arbeitsplätze weitgehend erhalten.

Das Gespräch suchen, für Akzeptanz werben, Solidarität üben

Die ?Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat ? gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt? wirbt angesichts der aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie in einem gemeinsamen Aufruf dafür, demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren, den Diskurs zu suchen und Solidarität zu üben.

Diskussion über Ende von Hilfsmaßnahmen völlig verfrüht

Der DGB kritisiert das heute vorgestellte Jahresgutachten des Sachverständigenrats. ?Wer in dieser Situation bereits von Haushaltskonsolidierung und einer vermeintlich notwendigen Kürzung staatlicher Ausgaben redet, spielt mit dem Feuer?, sagt DGB-Vorstand Stefan Körzell. Corona-Schulden sollten über deutlich längere Zeiträume getilgt, der Schuldenabbau verzögert werden.

Ausbildungsgarantie jetzt!

?Die berufliche Bildung befindet sich in einer Abwärts-Spirale?, kommentiert DGB-Vize Elke Hannack die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zum aktuellen Ausbildungsjahr. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sind jetzt weitreichende strukturelle Änderungen notwendig: ?Die kurzfristige Krisenhilfe für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Pandemie ist zwar gut, reicht aber nicht aus.?

Brauchen Dynamik bei Mindestlöhnen in Europa

Die EU-Kommission hat heute eine Richtlinie zu Mindestlöhnen in Europa vorgelegt. ?Sie ist ein weiterer Schritt in Richtung eines sozialen Europas?, sagt DGB-Vorstand Stefan Körzell. Allerdings muss die EU bei der Festlegung der Höhe der Mindestlöhne mutiger sein: 60 Prozent des Median-Lohns wären eine sinnvolle Untergrenze.

Medienmäzen Google: Wie der Datenkonzern den Journalismus umgarnt

Seit 2013 hat Google in Europa einen dreistelligen Millionenbetrag in Projekte mit europäischen Verlagshäusern investiert. Das US-Unternehmen ist inzwischen der wohl größte Journalismus-Mäzen weltweit. Warum macht Google das? Und was bedeutet das für unabhängigen Journalismus? Der DGB und die Otto Brenner Stiftung haben die Aktivitäten des Tech-Riesen unter die Lupe genommen.

?Falsches Signal an die Beschäftigten?

Mit einer Bundesratsinitiative will die NRW-Landesregierung überflüssige Bürokratie abbauen. Doch dabei geht es nicht um eine sinnvolle Überprüfung möglicher bürokratischer Lasten: Unter dem Deckmantel der Corona-Krise holt die schwarz-gelbe Koalition zu einem Rundumschlag gegen alle Rechte der Arbeitnehmer aus..

Piel: An einem Verbot von Leiharbeit und Werkverträgen führt kein Weg vorbei

Mit dem Arbeitsschutzkontrollgesetz sollen Werkverträge und Leiharbeit in der Fleischwirtschaft verboten werden. Daran führt kein Weg vorbei, wenn die Bundesregierung ernsthaft gegen die Missstände in der Branche vorgehen will, sagt DGB-Vorstand Anja Piel. ?Die Leiharbeit aus dem Verbot auszuklammern, wie es die Fleischbarone fordern, wäre ein unvertretbares neues Schlupfloch.?

DGB fordert gesetzliche Mitwirkung für Senioren

Die Mitwirkung von Seniorinnen und Senioren muss bundesweit gesetzlich besser abgesichert werden, fordert der DGB anlässlich des heutigen Tags der älteren Generation. ?Senorinnen und Senioren müssen auf allen Ebenen besser politisch repräsentiert sein, um über die sie betreffenden Entscheidungen mitzubestimmen?, sagt DGB-Vorstand Anja Piel.